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Die Nordseeküste ist von einem rauen Klima und den Gezeiten geprägt. Hier ist die Landschaft karg, der Blick weit und der Himmel hoch. Die Inseln der Ostseeküste haben dagegen eine harmonische und vielfältige Struktur. Kleine Wäldchen liegen neben Hügellandschaften und Rapsfeldern.

Die Insel Amrum ist ein Mosaik der Lebensräume. Hier liegen Strand, Dünenwälle, Nadelwälder, Salzwiesen und Watt dicht nebeneinander. Die malerische Natur wird durch eine ebenso malerische Besiedelung ergänzt; Fischerkaten, Inselkirchen und urtümliche Dorfschenken wechseln sich ab.
Doch in Nordfriesland gibt es nicht nur ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Schönheiten der Natur, sondern auch eine rigorose Ablehnung gegen Eingriffe in den Küstenschutz und in die Nutzungsrechte im Sinne des Naturschutzes. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist deshalb eine umstrittene Institution.

Während sich Hallig Hooge rühmen kann, unter den zehn Halligen auf der Welt diejenige mit den meisten Einwohnern zu sein (ca. 150), ist man auf Hallig Langeneß stolz darauf, auf der größten (und schönsten!) Hallig der Welt zu leben (10 km²). Das einzigartige Erlebnis von Nordfriesland ist hier besonders intensiv zu spüren. Wer jemals mit seinen Füßen im Watt versunken ist, die steife Brise auf der Haut gespürt und am Abend eine „Tote Tante“ am Kachelofen geschlürft hat, der kehrt zurück. Und sei es, um unter allen Umständen ein Landunter zu erleben.

Die Insel Hiddensee vereinigen eine Fülle von Naturschutzgebieten auf ihrer Fläche. Dennoch ist die Wahrung der bestechend schönen Natur keinesfalls gesichert. Nach der Wende wurden die Inseln als Deutschlands größte Immobilien gehandelt; jetzt stehen Bauruinen und Tempel des Massentourismus Seite an Seite. Deshalb bieten sie beide, vor dem Hintergrund einer facettenreichen Geschichte, sowohl wunderschöne Naturerlebnisse als auch konfliktgeladene Diskussionen.

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